Wenn die Temperaturen steigen, braucht dein Hund deine Unterstützung. Hunde können nicht schwitzen wie Menschen – sie kühlen sich hauptsächlich durch Hecheln ab. Das reicht bei großer Hitze schnell nicht mehr aus. Ein Hund kann bereits bei 25°C im Schatten überhitzen – besonders kurznäsige Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge, ältere Hunde und solche mit dickem Fell sind gefährdet.
Hier sind 10 einfache Tipps wie du deinen Hund sicher durch den Sommer bringst.
1. Gassi nur in den Kühl-Stunden
Morgens vor 9 Uhr und abends nach 19 Uhr – dann ist der Asphalt kühl genug für Pfoten und die Luft trägt die Körperwärme besser ab. Tagsgleich im Schatten spazieren, kurze Strecken bevorzugen.
2. Immer frisches Wasser anbieten
Klingt selbstverständlich – ist es aber nicht immer. Stelle mehrere Wasserschüsseln auf, auch im Garten. Unterwegs hilft eine Hundewasserflasche mit integriertem Napf. Im Sommer ruhig eisgekühltes Wasser anbieten – Hunde mögen das.
3. Kühlmatte bereitstellen
Eine Hunde-Kühlmatte kühlt ohne Strom und ohne Gel – der Hund aktiviert die Kühlung einfach durch Körperkontakt. Besonders praktisch: Sie ist abwischbar, robust und passt ins Hundebett, auf das Sofa oder in den Kofferraum.
4. Nassen Lappen oder feuchtes Handtuch nutzen
Ein feuchtes Handtuch auf Nacken, Pfoten und Bauch kühlt sofort. Pfoten, Bauch und Leistengegend sind besonders effektiv – dort liegen viele Blutgefäße nahe an der Haut.
5. Planschbecken oder Wasserspielzeug
Viele Hunde lieben Wasser – ein kleines Planschbecken im Garten oder Wasserspielzeug macht den Sommer zum Spaßbad. Tipp: Morgens füllen, damit das Wasser nicht zu heiß wird.
6. Auto niemals zur Falle werden lassen
Ein Auto heizt sich in 10 Minuten auf über 40°C auf – auch bei nur 20°C Außentemperatur. Hund niemals unbeaufsichtigt im Auto lassen. Sonnenschutzblenden fürs Auto helfen wenn der Hund kurz warten muss.
7. Spazierwege auf Temperaturtauglichkeit prüfen
Handtest: Handinnenfläche 5 Sekunden auf den Asphalt – wenn es brennt, ist es für Hundepfoten zu heiß. Auf Gras oder Erde ausweichen, lieber kürzere Runden drehen.
8. Eis am Stil selbst machen
Brühe, pures Wasser oder Joghurt einfrieren – Hunde lieben Eis. Silikonformen in Pfotenform machen das Erlebnis besonders schön. Nicht zu viel auf einmal geben – der Magen dankt es.
9. Fell richtig pflegen
Langes, verfilztes Fell isoliert Wärme wie eine Decke. Regelmäßiges Bürsten hilft. Aber Vorsicht: Das Fell nie komplett abscheren – es schützt auch vor Sonnenbrand.
10. Anzeichen von Überhitzung kennen
Starkes Hecheln, Speicheln, rote Schleimhäute, Taumeln oder Bewusstlosigkeit – das sind Alarmzeichen. Im Notfall sofort in den Kühlschatten, feuchte Tücher anlegen und Tierarzt kontaktieren. Ein Hitzschlag beim Hund ist ein medizinischer Notfall.
Bonus: Wann ist es zu heiß?
Als Faustregel gilt: Über 25°C Außentemperatur besondere Vorsicht. Über 30°C nur noch kurze Runden, viel Wasser, viel Schatten. Ab 35°C besser drinbleiben und nur für das Nötigste rausgehen.
Mit diesen Tipps übersteht ihr den Sommer gemeinsam – kühl, sicher und glücklich.